Hilfe in Not

War ja ganz klar, dass es heute auch
noch regnen musste.
"Wunderschönen guten Morgen, mein
Flo, hast du gut geschlafen?" begrüßte
ihn seine Mutter.
Was sollte an diesem Morgen schon gut
sein?
"Bestimmt wirst du einen tollen Tag
erleben und nette Klassenkameraden
haben", fuhr sie ohne Unterbrechung
fort. "Den Weg zur Schule kennst du
ja. Und pass auf, dass du an der
richtigen Haltestelle aussteigst. Und..."
"Nun lass den Jungen mal frühstücken,
du redest wie ein Wasserfall, Helga",
unterbrach Flo´s Vater den Redefluss.
Flo schnappte sich einen Apfel,
murmelte undeutlich "tschüß, bis dann"
und verschwand im Flur.
"Aber Flo, du bist viel zu früh, du hast
doch noch Zeit bist du los musst", rief
seine Mutter hinter ihm her. "Will aber
nicht zu spät kommen", meinte Flo und
zog seinen zweiten Schuh an.

Die Zeitung raschelte und sein Vater
kam zu ihm. "Hey mein Junge, schau
mich mal an." Flo blickte auf. "Der erste
Tag ist immer blöd. Du hast in der alten
Schule so viele Freunde gehabt, du
warst absolut anerkannt. Aber genauso
waren da auch Mitschüler, die dich
nicht so mochten. Vergiss nicht, du
bist nicht allein - Jesus ist bei dir.
Vergiss nicht, jeder Mensch ist etwas
besonderes - Gott hat dich wunderbar
gemacht. Du kannst auch
Unangenehmes aushalten - weil Jesus
dir Kraft und Mut gibt. Freu´dich, du
hast heute die Chance, viel zu lernen."
"Alles klar, Paps, aber ..." "Was , aber
...?" "Aber Schiss hab ich trotzdem."
"Das gehört dazu", grinste Flos Vater.
Flo grinste zurück und verließ die
Wohnung.